Heini Stucki - Passion Ins Ins

25. März bis 01. April 2018
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Ausstellung
Stucki Heini
Fotograf

Das Erkennen, Wiedererkennen und doch erst Bemerken, was es mit dieser uns so vertrauten Subjekt-Objekt-Beziehung auf sich hat,
ist durchgängige Intention des 1949 in Bern geborenen und international bekannten Fotokünstlers Heini Stucki.

Noch während seiner ersten fünf Jahre auf dem Gymnasium bemerkte er sich reif für die Fotografie und die Kunst.
Er studierte sie, halb wissenschaftlich, halb autonom, reiste durch Israel, Marokko und Frankreich und entdeckte,
dass mit dem Fotografieren eine Wirklichkeit zutage treten kann, die nicht bloß Gegenstände zu zitieren weiß, sondern erzählt,
von dem hier sein, von der Bedeutung, was es heißt, hier zu sein.
Die Seele, die dabei nicht selten verschmitzt, mit Humor, Ironie und Skepsis hervortritt, macht das Wirkliche
erst zu unserer menschlichen Wirklichkeit, in dem sie unsere Beziehung zu ihr zeigt, mal mahnend, mal enttarnend, mal narrativ.
Die sogenannte Alltagsfotografie, wie vorschnell das Ablichten von Alltäglichem genannt wird, zeigt in den Händen
und im Blick Heini Stuckis eben nicht das Profane, sondern das Numinose und Metaphysische der Wirklichkeit.
Eine Verehrung und Demut an das Sein und das Leben manifestiert sich in Stuckis Arbeiten – auch zu archäologischen Funden.
Nicht um tot Vergangenes zu dokumentieren und zu katalogisieren, sondern das Staunen, das Entdecken,
das Würdigen der Dinge in Zeit und Raum neu zu beleben.
Es darf da nicht wundern, dass so viel Erkenntnis zu den Dingen auch Liebe zu ihnen impliziert und Stucki
leidenschaftlicher Naturschützer ist. Das Welt-umspannende ist ihm so vertraut und urwüchsig wie jeder Duft,
jede Haptik und jede Sicht seiner Schweizer Heimat.
Über 50 Ausstellungen, Preise, Ehrungen deuten von dem Wirkungskreis seiner Arbeit wie seines Lebens und
erinnern sein Publikum, dass die Suche nach der wirklichen Wirklichkeit zwischendurch tatsächlich auch ihr Ziel findet,
und der Schöpfer beim Erbauen der Welt dies zwingend einkalkulieren musste.

Oliver Kumpf-Wilke
 
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